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Sup Rødvig

Unternehmen Sie eine SUP-Tour entlang von Stevns Klint und bestaunen Sie das Stevnsfort vom Wasser aus.

Foto: Mads Tolstrup

Die Tour beginnt am Strand von Rødvig. Sie brauchen nicht weit nach Osten zu paddeln, bis Sie die Hafenmündung passieren und Stevns Klint am Horizont erstrahlt. Bald passieren Sie den Feuersteinofen, der das Wahrzeichen von Rødvig ist und an die Herstellung von Feuersteinpulver erinnert.

Mit jedem weiteren Paddelschlag nähern Sie sich dem weißen Kliff, das steil aus dem klaren Wasser der Ostsee emporragt. Die Feuersteinablagerungen sind deutlich als Streifen in der Steilwand zu sehen. Wenn Sie näher paddeln, können Sie vielleicht sogar den 5 bis 10 cm breiten, als Fischton bezeichneten Streifen erkennen, der die Kreide- und Kalkschicht in der Steilküste voneinander trennt. Dieser Fischton zeugt von einem gigantischen Meteoriteneinschlag, der vor 66 Millionen Jahren die Dinosaurier auslöschte und bei dem die Hälfte allen Lebens auf der Erde starb. Da dieser Fischton bei der Steilküste Stevns Klint deutlicher zu sehen ist als irgendwo sonst auf der Welt, wurde Stevns Klint von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf einem SUP-Board können Sie das alles aus nächster Nähe erleben.

Richten Sie Ihren Blick aber auch nach unten. An einem guten Tag ist das Wasser hier so klar wie in der Karibik, und Sie können den Meeresboden in 4, 5 oder sogar bis zu 6 Meter unter dem Brett leicht erkennen.

Legen Sie beim Kalksteinbruch Boesdal eine Pause ein

Nach einigen Kilometern haben Sie den ersten Teil der Strecke geschafft und Sie können am Strand unterhalb des Kalksteinbruchs Boesdal an Land gehen. Von den 1920er-Jahren bis ins Jahr 1978 wurde hier Kalk abgebaut. Dies ist einer der wenigen Orte entlang der Steilküste, an dem Sie von der Seeseite an Land gehen und bis ganz nach oben auf die Steilküste gelangen können. Im Kalksteinbruch befindet sich eine beeindruckende Pyramide, die in früheren Zeiten zur Lagerung des gebrochenen Kalks diente. Nutzen Sie die Pause für einen Besuch des Besucherzentrums (Eröffnung Herbst 2022) oder genießen Sie eine Erfrischung im Café von Boesdal mit Eisdiele.

Zurück auf dem Brett, geht es weiter nach Nordosten entlang der Steilküste und hinaus aufs offene Meer. Hier bekommen Sie die Kräfte der Natur zu spüren, wenn die Wellen gegen die steile Klippe schlagen. Bei Südostwind sollte man sich gut überlegen, ob das Können auf dem Board ausreicht, um auf offener See zu paddeln. Doch bei ruhigem Wetter kann man hier zwischen Steilküste und offenem Meer das besondere Gefühl erleben, den Elementen ganz nah und weit weg von der Zivilisation zu sein.

Kampfschwimmer aus dem Osten

Auf dem weiteren Weg gibt es kaum noch Möglichkeiten, an Land zu kommen. Aber halten Sie die Augen offen! Versteckt an der Steilküste taucht plötzlich ein kleiner Steg auf. Hier befindet sich das Stevnsfort, welches während des Kalten Krieges eine der wichtigsten militärischen Stellungen Dänemarks und der NATO war. Das Fort wurde Anfang der 1950er-Jahre in die Steilküste hinein gehauen und schützte den Seeweg zum Öresund. Hätte sich der Kalte Krieg verschärft, hätten von hier aus feindliche Schiffe mit den beiden großen Kanonen auf der Steilwand beschossen werden können. In Friedenszeiten wurde von diesem unterirdischen Fort aus der gesamte Schiffsverkehr überwacht. Heute ist Stevnsfortet ein Museum, und wenn Sie von Land anreisen, können Sie an einer Führung durch die unterirdischen Gänge teilnehmen.    

Wenn Sie von der Seeseite kommen, müssen Sie sich damit begnügen, am Steg anzulegen und eine Pause zu machen. Vielleicht überraschen Sie den einen oder den anderen Museumsbesucher, der über die Korridore des Forts zum Steg wandert. Während des Kalten Krieges staunten auch die im Fort stationierten Soldaten nicht schlecht, als jemand – vermutlich ein Kampfschwimmer aus dem Ostblock – im Schutze der Nacht eine Flasche mit polnischem Wodka auf diesem Steg hinterließ. Vielleicht sollte damit demonstriert werden, dass man sehr genau wusste, was sich in der Steilküste verbarg.

Es ist verlockend, entlang der Steilküste nach Nordosten bis zum Leuchtturm von Stevns und weiter bis zur Højerup Kirke zu fahren. Bedenken Sie jedoch, dass es sich hierbei um eine sehr anspruchsvolle Strecke handelt, die am besten nur in Begleitung erfahrener SUP-Paddler unternommen wird, die sich hier auskennen. Schließlich muss die Energie auch noch für den Rückweg nach Rødvig reichen, der je nach Wind und Wetter etwas mehr als eine Stunde dauert.  

Praktische Informationen

Länge der Strecke: 6 bis 6,5 km hin und zurück

Schwierigkeitsgrad: Mittel bis schwierig

Dauer: 1½ bis 2½ Stunden + Pausen

Bitte beachten Sie:

  • Wind und Wetter Stevns Klint ist atemberaubend, aber das Wasser in der Nähe der Steilküste kann heimtückisch sein. Bei starkem Seegang können die Wellen der Ostsee recht hoch werden, und es kann auch eine starke Strömung herrschen. Bei Westwind sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie den Wind auf der Hinfahrt im Rücken haben, sodass Sie genügend Energie für den Rückweg bei Gegenwind einplanen müssen. Darüber hinaus müssen Sie bei Westwind darauf achten, dass Sie nicht zu weit von der Küste abdriften.
  • Die Fahrrinne Wenn Sie die Fahrrinne an der Hafenmündung bei Rødvig überqueren, ist Vorsicht geboten.
  • Möglichkeiten an Land zu gehen Entlang Stevns Klint gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, um an Land zu gehen. Beim Boesdal Kalksteinbruch können Sie am Steinstrand anlegen und auf die Steilküste steigen. Des Weiteren gibt es unterhalb des Stevnsfort einen Steg, an dem Sie anlegen können.
  • Mobilfunkabdeckung Nicht überall entlang der Steilküste haben Sie Mobilfunkempfang, also denken Sie daran, vor der Abfahrt die Wettervorhersage zu prüfen.
  • Geführte Touren Limelight Watersports bietet geführte Ausflüge nach Stevns Klint für jedes Können an.

Mitbringen:

  • Kleiden Sie sich entsprechend der Wassertemperatur. Sie werden von Wasser und Wind schnell abgekühlt, auch wenn die Sonne scheint. Bitte tragen Sie einen Neoprenanzug.
  • Handy im wasserdichte Beutel
  • Schwimmweste (am Körper)
  • Sonnencreme
  • Trinkwasser und Snacks

 

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