Die Dannebrog – die dänische Flagge

Foto: Per Rasmussen

Die Dannebrog weht stolz in vielen dänischen Gärten und es gibt viele dänische Traditionen, die mit dieser Flagge in Verbindung stehen.

Die meisten in Dänemark kennen wahrscheinlich die Legende, dass die Dannebrog während einer Schlacht in Estland vom Himmel gefallen sein soll. Aber nur wenige wissen, dass Vordingborg der Ort war, von dem König Waldemar II. auszog und an den er mit der Flagge zurückkehrte.

Dies geschah im Jahr 1219, als er gegen Estland Krieg führte. Die Legende besagt, dass die Dannebrog, dann vom Himmel fiel, als die Armee von Waldemar II., der auch Waldemar „der Sieger“ („Valdemar Sejr“) genannt wird, am stärksten in Bedrängnis geraten waren, und dass sie den Soldaten die Kraft gab, die Schlacht zu gewinnen.

Zuvor hatte Waldemar II. eine riesige Armee aus Langschiffen aufgestellt, welche die Ostsee in Richtung Estland überquerte. Die Schlacht fand in Lyndanisse statt und der Sieg markierte gleichzeitig den Beginn von 130 Jahren dänischer Herrschaft über Estland. Waldemar II. baute dort, wo die Schlacht stattgefunden hatte, eine große Burg, die er Castrum Dannorum oder Danskerborgen (Dänische Burg) nannte und die später zu Tallinn wurde. Dies ist der Grund weshalb es architektonische Gemeinsamkeiten zwischen Tallinn und Vordingborg gibt.

Heute haben Estland und Dänemark jedoch ein friedliches Verhältnis zueinander und sind eng miteinander verbundene Handels- und Kooperationspartner. Am 15. Juni 2019 feierte die dänische Flagge, die „Dannebrog“, ihr 800 jähriges Jubiläum und dieser Tag wurde auch in Tallinn u. a. mit einem Besuch I.M. Königin Margrethe gefeiert. In Vordingborg nahm S.M. Kronprinz Frederik und I.M. Kronprinzessin Mary an den Feierlichkeiten teil. Zu diesem Anlass wurde zudem die historische Interpretation der Dannebrog dargelegt.

Erfahren Sie hier, wann und warum die Dänen im Jahr 2019 die Flagge hissen.