Pflanzen auf Südseeland und Møn

Foto: VisitSydsjælland-Møn

Die Natur hat Wunderbares und Faszinierendes zu bieten – und die Natur auf Südseeland und Møn stellt diesbezüglich keine Ausnahme dar. Sie ist hier sogar derart beeindruckend, dass allein sie schon eine Reise wert ist!  

Das Schöne liegt im Detail

Eine gute Möglichkeit, um die Natur auf Den Dänischen Ostseeinseln zu erleben, ist es, einen der zahlreichen Wanderwege zu nehmen. Hier gibt es sowohl flache, lange Strecken als auch hohe Hügel und tiefe Täler – es ist somit für alle etwas dabei. Überall können Sie die schöne und abwechslungsreiche Flora genießen. Weiter unten können Sie mehr hierzu erfahren.

Sehr alte und besondere Bäume

Die längste Allee mit japanischen Kirschbäumen in Dänemark bildet zugleich die Einfahrt zum mehr als 600 Jahre alten Schloss Gavnø. Diese besonders schöne Allee steht im Frühjahr in voller Blütenpracht und sorgt für einen einzigartigen und märchenhaften Anblick. Diese Kirschbäume waren ein Geschenk eines chinesischen Geschäftsmannes, der von dem schönen Schloss Gavnø derart beeindruckt war, dass er testamentarisch festhielt, dass er diesem Schloss diese prächtigen Bäume hinterlassen will. Bei der Allee befindet sich ein Gedenkstein zu Ehren des großzügigen Spenders.

Die Baronin Helle Reedtz-Thott erzählt:

Herr Takaki aus Japan kam Ende der 1950er Jahre auf eine Austauschreise nach Dänemark. Er lernte dänische Backtraditionen und dänisches Gebäck kennen. Während seines Aufenthalts lernte er Henrik Tholstrup, den Besitzer von Tholstrup Cheese, kennen, der der Großvater von Baron Otto Reedtz war -Thott von Gavnø Castle Die Familie Tholstrup lädt Herrn Takaki nach Gavnø Castle ein, das er zum ersten Mal besucht. Herr Takaki verliebt sich in Gavnø und dachte, es sei einer der schönsten Orte, die er gesehen hat. Geschäft in Japan zu einem wahren Imperium unter dem Namen Andersen Bakery, inspiriert von HC Andersen. Heute beschäftigt das Brotimperium bis zu 6.000 Mitarbeiter, erwirtschaftet einen Umsatz von über 3,5 Mrd. DKK und gehört zu den fünf größten Brotfirmen in Japan mit 25-mal so vielen Herr Takaki stirbt im Jahr 2001 und bei dieser Gelegenheit wendet sich die Familie an das Schloss Gavnø und fragt, ob sie den Bau einer japanischen Kirschbaumgasse und eines Gedenksteins an der Straße zum Benefit zulassen würden Es wäre die Familie Baron mit Freude. Jedes Jahr im Mai kommt die Familie aus Japan und besucht die Familie auf Gavnø und sieht den erhabenen Gedenkstein und die wunderschön blühende Allee, die heute als Dänemarks längste Kirschallee gilt.

Das Pinetum beim Fluss Suså

Nicht weit vom Fluss Suså entfernt befinde sich das Pinetum Herlufsholm. Dieses wurde in den Jahre 1890 bis 1920 mit mehr als 100 Arten von Nadelbäumen aus der ganzen Welt angelegt. Ziel war es, ein Gebiet zur Forstwirtschaft zu erschaffen. Zudem diente dieses Projekt als Versuchsgebiet, um Bäume zu finden, die sich gut für die Forstwirtschaft eignen. Viele der alten Nadelbäume sind weiterhin rund um Herlufsholm zu sehen, denn über 65 Arten sind erhalten geblieben. Der Fluss Susåen erstreckt sich auf rund 87 Kilometern und bietet eine einmalige Gelegenheit, unberührte Waldgebiete zu erleben, in denen u. a. mit etwas Glück ein Eisvogel gesehen werden kann.

Die Buchen auf Møn

Das Kliff Møns Klint stellt allein bereits ein einzigartiges Naturschauspiel dar, aber auch in den Wäldern in der Nähe lässt sich viel über Naturhistorisches erfahren. Die etwa 400 Jahre alten Buchen, welche die Wälder auf dem Hügel „Timmesø Bjerg“ zieren, strahlen bis weit in den Herbst hinein in grüner Farbe. Und dies zu einem Zeitpunkt, an dem man erwarten würde, dass die Blätter bereits Braun, Gelb und Orange sind. Dies liegt daran, dass diese Buchen von dem vielen Kalk des Kliffs zusätzliche Energie erhalten. Der Kalk bewirkt jedoch auch, dass manche Blätter eher gelb als grün erscheinen, und dies auch im Sommer. Denn der Kalk verhindert zugleich, dass die Bäume wichtige Nährstoffe wie beispielsweise Eisen absorbieren.

Die Lindenallee im Gavnø Schlosspark

Im südlichen Ende des Schlossparks wurde im Jahr 1755 eine lange Allee mit Linden gepflanzt. Diese Bäume wurden jedoch nicht zum ersten Mal gepflanzt, sondern stammen vom Platz „Kongens Nytorv“ in Kopenhagen. Diese schönen Bäume waren ein Geschenk von König Frederik V an den Grafen Otto Thott. Denn der König war der Meinung gewesen, dass die Bäume für den Kongens Nytorv zu groß geworden waren und diese den Blick auf die Reiterstatue von Christian V verstellten. Diese riesigen Bäume wurden mit Pferdekutschen auf das Schloss Gavnø gebracht. Darüber hinaus gibt es im Gavnø Schlosspark eine künstliche Anhöhe, die „Troldehøjen“ (die Troll-Anhöhe) genannt wird, auf der 12 herrliche Linden stehen.

In Dänemark gibt es rund 45 Arten von wilden Orchideen und ganze 18 hiervon sind auf der Steilküste Møns Klint zu finden. Dies macht Møns Klint zu einem derjenigen Orte in Dänemark, an denen man die höchste Chance hat, eine dieser schönen Blumen zu entdecken. Diese Blumenart kann hier aufgrund des hohen Kalkgehalts im Boden gut wachsen. Sie sind primär im Wald Klinteskoven, auf den Wiesen von Høvblege und im Tal Jydelejet zu entdecken. Allerdings ist es wichtig, zu beachten, dass diese schönen Blumen geschützt sind und nicht gepflückt oder ausgegraben werden dürfen. Gerne dürfen Sie diese kleinen Wunderpflanzen aber fotografieren. Erfahren Sie hier mehr über die Orchideen von Møns Klint.

Auf der Halbinsel Knudshoved Odden kann man 15 verschiedene Lebensräume entdecken, einschließlich Strandwälle, Dünen, Salzwiesen, Auen, Seen und Wälder. Zudem kann man hier sowohl gewöhnliche Arten als auch seltene Arten finden. Besonderes außergewöhnlich ist es jedoch, dass man hier so verschiedene Arten an einem Ort finden kann. Beispielsweise können Sie hier seltene Arten wie Natternzungen, Bleiche Vogelmiere, Zwerg-Schneckenklee, Flutender Sellerie und Trespen-Federschwingel entdecken. Denken Sie daran, dass es sich um ein Naturschutzgebiet handelt und die Natur deshalb mit Respekt zu behandeln ist.

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